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GEO und die Schönheit

Dienstag, 30. September 2008 | Autor:

Die aktuelle Ausgabe der GEO (Nr. 10, Oktober 2008) beschäftigt sich mit dem Thema “Das Schöne am Leben”. Der unbedarfte Leser macht sich auf eine Analyse der Hochglanzmagazine, Debatten über Magermodels und Fotostrecken fehlgeschlagener Schönheitsoperationen gefasst – und wird wundervollerweise enttäuscht! Denn schon das Titelfoto irritiert und verweist auf einen anderen Ansatz: Dass Schönheit nämlich im Auge des Betrachters liegt. Das Foto des “Kichernden kleinen Knirpses” ist herzlich, fröhlich und lebensvoll, und das ist es auch, was dieser Band zum 32. Geburtstag der GEO vermittelt: Die Vielfalt des Begriffes “schön”.

Die Schönheit des Körpers, der Kleidung, der Verzierung durch Bemalung, aber auch die Schönheit der Schrift, ja sogar der Wolken und des Einparkens werden untersucht, und in einem Artikel über die Erfindung des Spiegels der Eitelkeit und der Prunksucht barocker Herrscher nachgegangen.

Doch was meinen wir eigentlich, wenn wir ”schön” sagen? Auf S. 202/203 kommt schließlich der Linguist und Wissenschaftsautor Thilo Guschas in einem kleinen Artikel zu Wort, und diesem Artikel hätte durchaus mehr Platz eingeräumt werden dürfen. Denn es ist durchaus erhellend, was einzelne Sprachen sagen, wo wir ”schön” meinen, und verdeutlicht, dass der Blick umfassend sein muss, will man das weltweite Phänomen deuten.

Thema: Allgemeines | Beitrag kommentieren